Die Entstehung

Die Entstehung

.... Nach dem Tod meines Partners habe ich wochenlang gegen Suizidgedanken angekämpft, weil ich mich so schuldig gefühlt habe, nicht in der Lage gewesen zu sein, zu helfen und den Suizid zu verhindern. Der Strudel an Depressionen wurde immer größer, immer stärker. Es riss mich von Tag zu Tag in eine tiefere Sinnkrise und bis heute finde ich nicht die Kraft, sein Grab zu besuchen.

 

Zunehmend stellte ich alles in Frage – vor allem:

Mein eigenes Leben als solches und das was bisher

war und folgen sollte.

Soll es weiter gehen?

Möchte ich, dass es weiter geht? Kann es weiter gehen?

Auch ich hatte eines Tages den Schritt in den Tod gewagt

Es gab in meinem Leben vor einigen Jahren ebenfalls einen Punkt, an dem ich nicht mehr konnte. Nicht ein noch aus wusste und letztendlich keine Energie mehr hatte, um weiter machen zu wollen. In diesen letzten Stunden, bevor ich die Tabletten genommen habe, hatte ich nur geweint. Dann habe ich Schlaftabletten genommen, mit den Worten gen Himmel gerichtet: Wenn Du oder Ihr oder wer auch immer noch was Besonderes mit mir vorhabt, könnt ihr mich ja retten – ansonsten leck mich am Arsch und lass mich sterben. Ich verbrachte die letzte Stunde meines Lebens abwartend im Bett liegend und Musik auf den Kopfhörern.

Damals noch "Ein Freund" rettete mich. Doch wofür? 16 Monate später hat er sich umgebracht.

24 Stunden später erwachte ich an ein Krankenbett fixiert, mit vielen Schläuchen und Kabeln aus und in meinen Körper ragend, im Krankenhaus. Das war am 28. Dezember 2014.

Obwohl ich mir einen Zeitpunkt ausgesucht hatte, an dem alle wichtigen Bezugspersonen, Familie und Freunde im Urlaub oder auf dem Weg dorthin waren, wurde ich von meinem späteren Freund gefunden. Er war auf dem Weg in den Urlaub, spürte, dass etwas nicht stimmt und drehte trotz des Tobsuchtsanfall seines Partners um und fand mich. Er rettete mich buchstäblich in letzter Sekunde, wie mir die Ärzte mitteilten.

Monate später, sagte er mir immer wieder, dass er hätte niemals weiterleben können, wenn mein Suizid geklappt hätte.

Und was macht er? Weigert sich seine Depressionen behandeln zu lassen und bringt sich 16 Monate später selbst um …

Irgendwas passierte mit mir, aber was?

In den vergangenen Monaten versuchte ich mir darüber klar zu werden, was aus mir wird, wer ich bin, wohin die Reise geht. Ich habe keine Antworten gefunden, nur Fragen und ein immer größer werdendes Schlamassel, dem ich mich mehr als nur ein Mal, am liebsten für immer und ewig, entziehen wollte. Ich konnte spüren, wie sich etwas verändert hat. Aber was genau, konnte ich nicht greifen und auch nicht benennen.

Ruhe fand ich nur noch, als ich angefangen habe zu malen –

was schwierig ist, wenn man nicht malen kann und an

YouTube-Anleitungen verzweifelt, wenn das Ergebnis

so "anders" ist.

 

Geh und pflanz Bäume! .... Du hast sie nicht alle!

"Bäume! Pflanz Bäume" tobte es durch jeden Gang

meiner Hirnwindungen, als ich unter der Dusche stand.

" ….. Was? Hast Du sie noch alle"?

fragte ich laut und erschrocken. Mit dem Nichts redend.

"Wolltest du nicht, wenn Du in Rente bist um die Erde laufen?

Pflanz Bäume!" ... als ob jemand telepathisch mit mir

Kontakt aufgenommen hätte.

"Wie jetzt? Mit was, ich habe gar kein Geld? Geht´s noch?

Du hast sie nicht alle! Geh weg!"

verlangte ich schon fast streitsüchtig.

Und plötzlich weitere Gedanken: „Let me help you“

und „Weg des Lebens“ und das hat mich den gesamten

Tag nicht mehr los gelassen.

Nachmittags fühlte ich den Zwang, plötzlich

losschreiben zu müssen. Also gab ich meinen

Kursteilnehmern eine Aufgabe, setzte mich an den Rechner

und es brach förmlich aus mir herraus. Kein überlegter Gedanke, kein Plan, dem ich folgte ... nichts.

Nur der erste Satz war von mir: "….. ganz ehrlich: Ich weiß noch nicht wozu diese Webseite gut sein soll, wohin diese Seite führen soll, wohin mich mein Leben führen wird, was aus mir wird und was ich hier gerade mache…“

Ähm, warum eigentlich Website?

Die Wahrheit fühlt sich immer leicht an

Ich schreibe mir noch immer die Seele aus dem Leib. Ich denke nicht darüber nach und es f

ließt einfach aus meinen Fingern, ja nicht mal aus meinem Gehirn. Kein dezidierter Plan, nichts

was ich monatelang vorbereitet habe. Ich platze förmlich und in diesen Momenten ist immer

wieder ein Satz präsent:

Wahrheit oder Lüge? Die Wahrheit fühlt sich immer leichter an.

Es mag blöd klingen, vielleicht auch geisteskrank, aber es fühlt sich leicht an, federleicht und

goldrichtig.

Ich bilde mir nichts ein und habe mir nichts herbei geredet.

Hey, Ihr sagt vielleicht, ich ruiniere gerade mein Leben.

Aber ich weiß, was ich tu.

Mache Dir keine Sorgen und lass mich Dir helfen

Ich bin aufgeregt und muss immer wieder aufstehen und renne um meinen Schreibtisch und

frage mich: Ist das jetzt wirklich Dein Ernst? Und je öfter ich frage, umso leichter wird es und es

fängt irgendwie, in mir drin, fröhlich an zu lachen und ruft immer lauter: ja….. Und wann immer

ich denke, dass das verrückt ist, gesellschaftlicher und persönlicher Selbstmord und ich keine

Rente mehr bekommen werde und mich frage, was soll aus mir werden, kommt wie ein

Hammerschlag:

Mach Dir keine Sorgen und lass mich Dir helfen.

...irgendwas sagt mir: Das ist Dein Weg –nur für dich gemacht – der hat alles, was du jemals im Leben wolltest. Keine Angst –

du schaffst das – keine Angst, wir bekommen das auf die Beine. Keine Angst, Du wirst nicht einsam und allein in einer Ecke sterben. Keine Angst, auch du findest wieder Liebe. Hab keine Angst.

Hier sitze ich nun und starre auf die vier Seiten, die ich einfach runter geschrieben habe und mein Herz schlägt laut und wild, mein Hirn rotiert im Kreis und schreit "los jetzt" und mein Bauch sagt: Ja…. Mach!

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Mario Dieringer

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PROFIL

Wer oder was ich bin?

Auf jeden Fall verrückt genug, mein Leben einer Aufgabe zu widmen, die für mich um so viel wichtiger geworden ist, als meine Wohnung, mein Roller und mein Garten. Es ist meine Lebensaufgabe, denn ein Suizid tötet uns alle auf die eine oder andere Art und Weise.